Versunkenes Schiff in Brandenburg durch Wasserwacht geborgen

Der Alptraum eines jeden Bootsbesitzers: In Brandenburg an der Havel sank ein Schiff auf den Grund des Quenzsees. Aktuellen Erkenntnissen zufolge gab es ein Leck im Rumpf, woraufhin das Schiff unbemerkt zu sinken begann. Zuerst hing es noch in den Leinen, doch dann zog der Sturm Sabine über Brandenburg und riss durch starke Windböen und damit einhergehenden starkem Wellengang das Oberdeck vom Schiff und die Klampen der Heckplattform aus, wodurch es gänzlich sank.

Am 15. Februar 2020 rückte die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes gegen 10:00 Uhr an, um das Schiff zu bergen. Nach der ersten Lageerkundung war klar: Das Schiff war bereits größtenteils im Schlamm eingesunken und die meisten der üblichen Anschlagpunkte wie Klampen waren ausgerissen, was eine einfache Befestigung von Hebetechnik unmöglich machte. Daher wurde das Schiff in mehreren Schritten von einer Seite gehoben und in Schräglage gebracht. Anschließend konnten Schlupfe untergeschoben werden und auf jeder Seite Hebetechnik angebracht und gefüllt werden. Das Schiff stieg ein Stück Richtung Wasseroberfläche. Daraufhin konnte weitere Hebetechnik angebracht werden. Unter Wasser herrschte teilweise sehr schlechte Sicht, sodass die Taucher zeitweilig blind arbeiten mussten, da ein Aufwirbeln des Bodens unvermeidbar war. Inzwischen war es 18:00 Uhr und die Dunkelheit erschwerte die Arbeiten. Aufgrund der fehlenden Anschlagpunkte wurde der hintere Schlupf im Weiteren durch Motorkraft des Rettungsbootes in Richtung Heck gezogen, sodass dieser von der Mitte des Schiffs ins letzte Drittel gezogen werden konnte. Insgesamt konnte nun vorn, mittig und im hinteren Bereich Hebetechnik angebaut werden. Etwa fünf Stunden und rund 4t Hebetechnik später, gegen 23:00 Uhr gelang es den Tauchern der Wasserwacht das Schiff an die Wasseroberfläche zu bekommen. Dabei stellten die an der Unglücksstelle entlanglaufende Wasserschifffahrtsstraße, die Steganlage der Marina sowie noch andere in der Nähe liegende Boote eine besondere Herausforderung dar. Plötzlich raute der Wind auf und erschwerte der Bootsbesatzung das Schiff von mehreren Tonnen über eine Strecke von rund 250m bis zum rettenden Kran zu schleppen. Gegen 01:30 hieß es durchatmen: Das Schiff konnte ausgepumpt und trotz immer stärker werdenden Windes sicher an Land gehoben werden. Nach dem Rückbau der Hebetechnik hieß es gegen 02:00 Uhr für die 13 Helfer der Wasserwacht nach 18 Stunden Einsatzzeit: Abrücken! Leiter der Wasserwacht Florian Bialloblotzki resümiert: „Unsere Einsatzkräfte haben mit insgesamt 185 ehrenamtlichen Stunden unglaubliches geleistet. Sowohl für die Taucher im eiskalten Wasser als auch für die Helfer an Land bei kaltem Wind war die Aktion wirklich kräftezerrend. Alle waren erleichtert, als das Schiff an Land stand und ich war unglaublich stolz auf unsere Helferinnen und Helfer. Die notwendige Technik konnten wir uns teilweise von umliegenden Verbänden ausleihen, da aktuell unsere finanziellen Mittel dafür nicht ausreichen.“ Die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes unterhält aktuell 5 Taucher im Rettungsdienst und konnte dank mehreren Spenden in diesem Frühjahr notwendige Atemtechnik finanzieren. „Ohne diese Unterstützung wäre der Bergungseinsatz vom Wochenende beispielsweise nicht mehr möglich gewesen und wir hätten unsere Arbeit inzwischen einstellen müssen.“ so Bialloblotzki weiter. Weitere Informationen zum Roten Kreuz unter www.drk-brandenburg-havel.de

Schiffsbergung 1     Schiffsbergung 6

Schiffsbergung 3

Schiffsbergung 4

Schiffsbergung 7 

Schiffsbergung 5

Neues Hobby gesucht?

Die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes sucht nach Verstärkung! Mitmachen kann jeder, der sich ehrenamtlich betätigen möchte und neue Herausforderungen sucht.

Weiter lesen

Tag des europäischen Notrufs

Das Datum für diesen Tag wurde der Nummer entsprechend gewählt: Der elfte Tag des Monats steht für die „11“, der Februar als zweiter Monat im Jahr für die „2“.

Die 112 muss gewählt werden, wenn es lebensgefährlich wird. Dazu gehören schwere Unfälle, Vergiftungen, Verdacht auf Herzinfarkt oder Schlaganfall, Kreislaufkollaps, schwere Atemnot, starker Blutverlust und andere lebensbedrohliche Situationen.“

Die 112 ist kostenfrei und kann auch vom Handy aus ohne Vorwahl gewählt werden. Die Nummer gilt nicht nur in Deutschland, sondern europaweit.

Rettungsschwimmkurs

Der Rettungsschwimmkurs für alle Lebenslagen: Hier erlernen Sie in Theorie und Praxis alle Kenntnisse und Fähigkeiten, um bei nahezu jedem Notfall am, im oder auf dem Wasser richtig helfen zu können.

Mit Sicherheit am Wasser - Kinder absolvieren Sicherheitstraining der Wasserwacht

Beim Spielen am Wasser kann es schnell passieren: Eine unachtsame Bewegung und man fällt samt Kleidung ins Wasser. Dabei spielt es keine Rolle, ob es ein Pool, ein Teich oder ein See ist, in den man reinfällt - es besteht Lebensgefahr. In solchen Fällen gilt es stets Ruhe zu bewahren und mit Bedacht zu handeln. Genau das übten die Kinder- und Jugendgruppen der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes Brandenburg an der Havel am vergangenen Donnerstag beim Training.

Die letzten Wochen lernten sie mit Ausmalbildern und Erklärungen auf spielerische Weise die Baderegeln kennen. Weiter wurden Schwimmfehler behoben und die Ängste vor dem Wasser abgelegt, wie beispielsweise dem Untertauchen oder dem Abbekommen von Wasserspritzern während des Schwimmens.

Kreisleiter Florian Bialloblotzki erklärt: „Sicher schwimmen heißt jede Situation im Wasser zu beherrschen, vor allem, wenn sie überraschend eintritt. Dafür hat die Wasserwacht ein Sicherheitstraining für Kinder und Jugendliche entwickelt." Zuerst wurden durch die Kinder auf einem großen Fehlerbild mit vielen Badenden, Baderegeln markiert und erklärt.

Anschließend schwammen die Kinder und Jugendlichen zum ersten Mal in Kleidung - hierfür durften sie ihren Lieblingsschlafanzug anziehen und ins Wasser hopsen/ springen nachdem sie sich vergewissert hatten, dass der Bereich frei ist. Nach einem anschließenden plötzlichen Sturz ins Wasser galt es für sie an die Oberfläche zurückzukehren, durch rufen auf sich aufmerksam zu machen und sich in der Schwebelage einzufinden. Die Kinder und Jugendlichen wissen, dass sie in dieser Position ruhig atmen können, mit kleinen Schwimmbewegungen über Wasser bleiben und so Zeit haben sich zu überlegen, wie sie handeln. Nach der Denkzeit schwammen sie - je nach Alter und Ausdauer - mindestens 50m Brust. Ausbilderin Larissa Lünendonk erinnert sich: ,,Anschließend kletterten sie aus dem Becken heraus und hatten viel Freude daran, mit verschiedenen Sprüngen vom Startblock ins Wasser zu springen."

Alle Gruppen schlossen das Sicherheitstraining erfolgreich ab und erhielten am Ende ihre erste Urkunde, welche stolz den Eltern und Freunden gezeigt werden konnte.

,,Bei uns lernen Kinder ab 6 Jahren Schwimmen und später als Juniorretter sogar schon das Retten. Dafür bildet die Wasserwacht aktuell vier weitere ehrenamtliche Ausbilder im Schwimmen und Rettungsschwimmen aus. Interessierte Kinder, Jugendliche und Erwachsene können sich zum Beispiel für ein Schnuppertraining unter wasserwacht@drk-brandenburg-havel.de melden.", erklärt Bialloblotzki.

Sicherheitstraining WW 2   Sicherheitstraining WW 3

Zwergenweihnachtsmarkt

Am Freitag, den 29. November 2019 lädt das Zwergenhaus im Kinderdorf des Deutschen Roten Kreuzes alle herzlich zu Ihrem ersten Weihnachtsmarkt in die Magdeburger Landstraße 1-3 ein.

Weiter lesen

Rettungshunde unterstützen die Jugendfeuerwehr bei 24 Stundenübung

Am Samstag den 16.11.2019 unterstütze die Rettungshundestaffel des DRK Brandenburg a.d. Havel die Freiwillige Jugenfeuerwehr Wust und Gollwitz bei einer 24 Stunden Übung. Nach einem Gebäudebrand waren zwei Personen im Schlosspark von Gollwitz vermisst und es wurde ein Rettungshund zur Suche der vermissten Personen benötigt.

Weiter lesen