Retter bereiten sich auf den Ernstfall vor

DRK Sanitätsbereitschaft Brandenburg baut Behandlungsplatz 25 auf

Eine Massenkarambolage auf der Autobahn, eine Überschwemmung oder Panik auf einem Festival – Menschen, die in Not geraten, können sich auf die Sanitätsbereitschaften des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) verlassen.

Nicht zu übersehen, fuhren am vergangenen Freitag acht Fahrzeuge des Katastrophenschutzes als geschlossener Verband vom DRK Kreisverband Brandenburg an der Havel e.V. nach Bollmannsruh. Die Kolonnenfahrt ist nicht nur für die ehrenamtlichen Helfer wichtig zu üben, sondern auch für alle anderen Verkehrsteilnehmer.

Die 40 Sanitätshelfer erlebten ein interessantes und abwechslungsreiches Ausbildungswochenende in Bollmannsruh. Beispielsweise wurden sie in Medizinprodukte eingewiesen, erhielten ein Reanimationstraining, bauten Zelte auf und beschäftigten sich mit dem Abrollcontainer, den Kranktransportwagen und den beiden Gerätewagen Sanität. Sowohl während der Stationsarbeit als auch in der freien Zeit erlebten die Helfer unter sich ein tolles Gemeinschaftsgefühl.

„Wir sind stolz auf die Flexibilität und Leistungsfähigkeit unserer Helfer“, sagt Christian Skiba, stellvertretender Bereitschaftsleiter.

Um für den Ernstfall bestens vorbereitet zu sein, baute die Sanitätsbereitschaft Brandenburg an der Havel einen kompletten Behandlungsplatz 25 auf. Hierbei handelt es sich um 6 Zelte, in denen 25 in Not geratene Menschen pro Stunde behandelt und versorgt werden können, um anschließend in nahegelegene Krankenhäuser transportiert zu werden. Während die Ehrenamtlichen alles aufbauten, erhielten der ärztliche Leiter des Rettungsdienstes der Stadt Brandenburg, Notärzte, Mitarbeiter der Leitstelle und Kräfte der Feuerwehr selbst eine Ausbildung zum Thema Behandlungsplatz.

„Ich freue mich über die gute und jahrelange Zusammenarbeit. Mit dem DRK Kreisverband Brandenburg an der Havel erhalten wir nicht nur Quantität, sondern auch Qualität. Mit euch haben wir eine Schnelleinsatzeinheit Sanität aus einer Hand, was nicht allen Landkreisen üblich ist.“, erklärt der ärztliche Leiter Rettungsdienst Dr. Martin Hochstatter. 

Im Anschluss verschaffte sich das Feuer- und Rettungsdienstpersonal dann selbst einen Überblick über die Leistung der Sanitätsbereitschaft und übernahm in vier Fallbeispielen selbst ihre Rolle, ob als Notarzt oder Feuerwehrmann, auf dem Behandlungsplatz.

Der Schichtführer der Leitstelle Brandenburg Heiko Andert berichtet: „Es ist sehr interessant zu sehen, wie ein Behandlungsplatz aufgebaut und betrieben wird und welche vielseitigen Einsatzmöglichkeiten es gibt. Sonst sitze ich auf der anderen Seite und lasse weitere Fahrzeuge ausrücken.“

Insgesamt war es eine sehr gelungene Veranstaltung und alle Helfer sind sowohl technisch als auch medizinisch wieder auf dem aktuellen Stand.