Sanitätsdienst inmitten durchgängig laufender Elektromusik

DRK sichert 25. Nation of Gondwana Festival ab

Einmal im Jahr wird aus dem ruhigen 400-Seelen-Dorf Grünefeld das größte Open-Air-Festival im Havelland. Die Musik dröhnt übers Feld, Tausende Zelte sind aufgebaut, die Menschen tanzen und feiern ausgelassen.

Rund um das dreitägige Festival „Nation of Gondwana“ waren 63 ehrenamtliche Helfer aus den Kreisverbänden Brandenburg an der Havel, Hamburg Eimsbüttel und Märkisch-Oder-Havel-Spree zusammengekommen, um die 10.000 Besucher abzusichern.

Vor dem Startschuss des Festivals hatten die Helfer alle Hände voll zu tun. Die Technik musste aufgebaut und eingerichtet werden. Neben zwei Unfallhilfsstellen besetzten die Rotkreuzler auch einen Rettungs- und Krankentransportwagen. Für diese Aufgaben waren sie bestens gerüstet. Neben den Sanitätshelfern standen Notfallsanitäter, Rettungsassistenten und Pflegepersonal sowie Notärzte zur Verfügung.

Im Zweischichtsystem wurden vom 19. bis 22. Juli 2019 täglich Pflaster geklebt, Kreislaufprobleme behandelt und Zeckenbisse versorgt. Leider gab es aber auch wieder zahlreiche Fälle von Drogenmissbrauch und Alkoholvergiftungen.

Am Samstag wurde das Festival wegen einer Unwetterwarnung unterbrochen. Die Veranstalter forderten die Partygäste, zum Teil über Lautsprecher, auf, das Gelände zu verlassen. Einige Besucher suchten Schutz in ihren eigenen Fahrzeugen und die anderen wurden zunächst in Reisebussen aufgenommen und dann in feste Gebäude gebracht. Auch die ehrenamtlichen Helfer des Deutschen Roten Kreuzes waren bestens vorbereitet. Nachdem alles Material sicher verstaut war und die Zelte zusätzlich befestigt waren, gab Bereitschaftsleiter Eric Haier mittels einer Pfeife das Signal, die Fahrzeuge zu besetzen. Nach dem Gewitter kam dann die Entwarnung und es konnte weiter gefeiert werden.

In den insgesamt 3.232,5 Dienststunden absolvierten die Sanitätshelfer 409 Hilfeleistungen, wovon 9 Patienten mit Rettungswagen ins nahegelegene Krankenhaus gebracht werden mussten.

„Auch wenn das viel klingt und auch ist, ist im Vergleich zu den Vorjahren eher wenig passiert“, zog Einsatzleiter Eric Haier Bilanz: „Wir bedanken uns für die stets reibungslose und vertrauensvolle Zusammenarbeit.“