Astrid Wenke verabschiedet sich nach fast 30 Jahren

Die Leiterin für Soziales im DRK Kreisverband Brandenburg an der Havel e.V. geht in den Ruhestand

Wer Astrid Wenke kennt, weiß, dass sie Überraschungen eigentlich gar nicht gut findet. Dennoch kannte sie nur den Ort, an den sie kommen sollte. Zur Verabschiedung überraschten Sie über 40 Weggefährten aus dem Kreisverband, der Stadtverwaltung und anderen Bereichen der Stadt. In einer gelungenen Verabschiedung konnten viele Geschichten der letzten 30 Jahre ausgetauscht werden.

Am 1. Februar 1993 unterzeichnete Astrid Wenke ihren ersten Arbeitsvertrag im DRK Kreisverband Brandenburg an der Havel e.V.. Begonnen hat alles mit einer befristeten ABM-Stelle von einem Jahr. Dabei sollte es aber nicht bleiben. Im Anschluss erhielt sie einen festen Arbeitsvertrag in der Abteilung Soziales. „Das war kurz bevor ich ehrenamtlich zum Roten Kreuz gekommen bin mit 8 Jahren. Da hattest du schon studiert, warst Erzieherin und hattest bereits deine Erfahrungen.“, erinnert sich Vorstand Andreas Griebel schmunzelnd.

29 Jahre und 9 Monate später verabschiedet sich Astrid Wenke nun in ihren wohlverdienten Ruhestand. Viele geführte Bewerbungsgespräche, unter anderem auch mit anwesenden Personen sowie unzählige Bewerbungsgespräche mit Erzieherinnen und Erziehern und tausende getroffenen Entscheidungen lässt sie nun hinter sich.

Astrid Wenke war im DRK Kreisverband aber nicht nur verantwortlich für die 9 Kindertagesstätten, sondern auch für die Blutspende. Sie hat viele Blutspendetermine in Firmen oder direkt im Kreisverband organisiert und eng mit der Blutspende zusammengearbeitet. Hinzu kommt auch noch die Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes. Pro Jahr werden rund 50.000 Kleidungsstücke an Bedürftige in der Stadt Brandenburg an der Havel ausgegeben. 1993 waren es noch nicht so viele, aber wenn man das mit den späteren Jahren hochrechnet, dann sind das 1,5 Millionen Kleidungsstücke, die unter der Hand von Astrid Wenke, die sich unter anderem um das Personal kümmerte, in der Kleiderkammer ausgegeben wurden. Damit hat sie auch eine ganz wichtige Aufgabe erfüllt, die man neben dem großen Bereich „Kita“ vielleicht oft gar nicht gesehen hat. Mit all diesen Aufgaben hat Astrid Wenke viel Gutes für den Kreisverband und dessen Entwicklung getan.

„Es ist vielleicht nicht immer leicht beim Roten Kreuz zu arbeiten, wir haben oft viel Stress und komplexe Aufgaben zu lösen. Unter anderem die Bewältigung der Pandemie in den vergangenen Jahren. Diese stand nicht so auf unserem Zettel, aber auch das haben wir gemeinsam gemeistert. Die schöneren Termine hingegen waren zum Beispiel die Eröffnungen von Kindertagesstätten. Davon hatten wir in den letzten Jahren auch viele. Es hat mir sehr, sehr viel Spaß gemacht, mit dir zusammenzuarbeiten.“, sagt Vorstand Andreas Griebel.

Astrid Wenke wechselte in ihren fast 30 Jahren des Öfteren ihre Büros. Ob durch Umstrukturierungen oder bauliche Maßnahmen. Sie arbeitete aber in dieser doch langen Zeit nur unter zwei Vorständen. Davon 22 Jahre unter Wolfgang Reitsch, eine sehr große Konstante an dieser Stelle.

In den nächsten Monaten wird Astrid Wenke dem Kreisverband aber noch etwas erhalten bleiben, da das Feld, welches sie abgedeckt hat, doch sehr groß ist. Bereits vor zwei Monaten begann ihre Nachfolgerin Kirsten Schwarz, welche sich schon fleißig einarbeitet, aber sicher noch die ein oder andere Nachfrage haben wird.

Vorstand Andreas Griebel verabschiedet sich: „Ich bedanke mich im Namen des DRK Kreisverbandes Brandenburg an der Havel e.V. und des Präsidiums für deine geleistete Arbeit und wünsche dir alles Gute für die Zukunft, viel Spaß in Afrika sowie mit deinen Kindern und Enkelkindern.“

„Ich freue mich auf den Ruhestand! Und außer noch mal als Gastarbeiter vorbeizukommen, möchte ich eigentlich auch nichts verbindliches mehr eingehen und mich lieber meiner Freizeit widmen. Ich habe genug gemacht in den Jahren mit Höhen und Tiefen. Ich bedanke mich bei allen, die mich dabei begleitet haben.“ Zum Abschied durfte natürlich eine Darbietung der Kinder aus dem Montessori Haus und aus der Kita Wirbelwind nicht fehlen. Zum Schluss offenbarte unsere Astrid auch noch ein kleines Geheimnis. „Das Lied „Ein pi-pa-putziger Igel“ gehörte in den letzten 30 Jahren zu meinem Lieblingslied, wenn es von unzähligen Kindergruppen gesungen wurde.“