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Brandenburger sind sicher

3. beste Mannschaft deutschlandweit in Erster Hilfe kommt aus Brandenburg an der Havel

Beim 58. Bundeswettbewerb der Bereitschaften in der Universitätsstadt Siegen traten am vergangenen Wochenende insgesamt 16 Mannschaften aus allen Bundesländern Deutschlands an. Aus dem Land Brandenburg ging die Gruppe aus dem gleichnamigen DRK Kreisverband Brandenburg an der Havel an den Start.

Auf dem Wettbewerbsparcours quer durch die Ober- und Unterstadt von Siegen mussten die Teilnehmer unter Beweis stellen, dass sie über das notwendige Know-how in Ihren Einsatzbereichen verfügen. In den Fachdienstbereichen „Sanitätsdienst“, „Betreuungsdienst“ und „Technik und Sicherheit“ wurde Ihr Können abverlangt.

Besonders im Fokus stand die Versorgung von verletzten und hilfebedürftigen Personen. Die Brandenburger liefen durch die Innenstadt von Siegen, als sie plötzlich auf einen Verkehrsunfall trafen, bei welchem drei Personen zum Teil schwer verletzt wurden und nach Hilfe riefen. Ohne zu zögern verschaffte sich Gruppenführer Steven Grabow zunächst einen Überblick. Die Unfallstelle wurde mit einem Warndreieck abgesichert. Der Fahrer des verunfallten Fahrzeugs musste nach der Rettung aus dem Auto reanimiert werden. Mit Hilfe eines AED (automatisierter externer Defibrillator) wurde der Herzrhythmus jederzeit überwacht, um bei einer Störung ggf. einen Stromstoß abgeben zu können.  Die beiden anderen Unfallbeteiligten wurden mittels Verbandsmaterial sowie Schaufel- und Vakuummatratze medizinisch versorgt und betreut. Die Verletztendarsteller wurden zuvor von Realistischen Notfalldarstellern täuschend echt geschminkt. Alle behielten einen kühlen Kopf und handelten mit Erfolg nach besten Wissen.

Unterstützt wurde die Brandenburger Bereitschaft von 3 Schlachtenbummlern, unter ihnen auch DRK Vorstand Andreas Griebel. „Ich bin sehr stolz auf die gezeigte Leistung unserer ehrenamtlichen Mitglieder. Das jahrelange ehrenamtliche Engagement in unserem Kreisverband führte zu diesem tollen Ergebnis!“, erzählt Griebel.

Das Ehrenamt des Roten Kreuzes ist vielseitig und nicht nur auf Erste Hilfe beschränkt. So mussten die Teilnehmer auch Tätigkeiten aus dem Bereich „Technik und Sicherheit“ erledigen. Die Aufgabe bestand darin, bei einem Stadtfest einen Kaffee und Waffelstand aufzubauen. Alle notwendigen Materialien standen zur Verfügung, aber aufgepasst nicht alles entsprach den notwendigen Sicherheitsmaßnahmen und –vorschriften. „Die Schrauben des Tisches sind lose, diese müssen erst festgezogen werden, sonst können wir ihn nicht aufbauen.“, teilt Eric Haier den anderen mit. Des Weiteren waren noch andere Tücken mit eingebaut, wie zum Beispiel eine nicht geprüfte Leiter oder eine Stromversorgung, die nicht für so viele Geräte geeignet ist.

Im Bereich „Betreuungsdienst“ galt es Essenausgabestelle für 180 Kinder zu errichten und so zu strukturieren, dass die jungen Leute innerhalb kürzester Zeit mit Essen und Trinken versorgt werden können.

Die DRK-Bereitschaften mobilisieren bundesweit rund 170 000 Ehrenamtliche in 8 000 Gruppen. Sie trainieren für den Einsatz bei Katastrophen und sichern bundesweit Veranstaltungen wie zum Beispiel Fußballspiele oder Konzerte sanitätsdienstlich ab.

Die Aufregung war groß, als bei der Siegerehrung zunächst alle 16 Gruppenführer auf die Bühne gebeten wurden. Die Brandenburger saßen gespannt an ihrem Tisch und warteten auf die Bekanntgabe der Ergebnisse, die von Platz 16 abwärts genannt wurden. Mit jedem Mal stieg die Stimmung, wenn ein anderer Landesverband genannt wurde. Zum Schluss standen nur noch die drei besten Bundesländer auf der Bühne, darunter auch die Gruppe aus dem DRK Kreisverband Brandenburg an der Havel aus dem DRK Landesverband Brandenburg e.V., welche sich auch die Bronzemedaille holte. „Wir sind so stolz und überglücklich. Einen dritten Platz auf Bundesebene, das hat zuvor noch keiner aus dem Land Brandenburg geschafft“, freut sich Bereitschaftsleiter Eric Haier.  

18. September 2018 14:28 Uhr. Alter: 30 Tage