Ausbildung der Bevölkerung in Ersterer Hilfe mit Selbstschutzinhalten

Herr Torsten Messer

Tel: 03381 630 620

Email:
torsten.messer(at)drk-brandenburg-havel(dot)de

Grüne Aue 6
14776 Brandenburg

Deutschland zählt zu denn sichersten Ländern der Welt. Dennoch zeigen aktuelle Entwicklungen, dass auch hier Krisen den gewohnten Alltag beeinträchtigen können. Extreme Wetterereignisse treten häufiger auf und durch Cyberangriffe, Desinformationen oder Sabotage werden Infrastruktur, Meinungsbildung und gesellschaftlicher Zusammenhalt zunehmend bedroht. Wenn etwas passiert, ist es besser gut vorbereitet zu sein und zu wissen, wie ich mir und meiner Familie und Nachbarn im Notfall helfen kann. Das Projekt “Ausbildung der Bevölkerung in Erster Hilfe mit Selbstschutzinhalten” unterstützt Sie dabei.

Ein Grundprinzip und Basis des Zivilschutzes ist die Fähigkeit der Bevölkerung, sich selbst zu schützen und auch gegenseitig zu helfen (u.a. durch Grundfähigkeiten in Erster Hilfe) bis qualifizierte, in der Regel staatlich organisierte Hilfe eintrifft. Hierzu benötigen die Bürger Fähigkeiten, die sie dann auf die jeweilige Situation beziehen und dort entsprechend einsetzen. Dies hat den Vorteil, dass die so erworbenen Fähigkeiten vom alltäglichen Notfall bis hin in einem Katastrophen- und Zivilschutzfall angewandt werden können. Das dient auch der Förderung der Akzeptanz in der Bevölkerung, sich diese Fähigkeiten und Kenntnisse anzueignen. Das nationale Hilfeleistungsystem stützt sich dabei auch auf die Hilfeleistungspotenziale der mitwirkenden privaten Hilfsorganisationen als Scharnier zwischen staatlicher Gefahrenabwehr und dem Bürger.

Die privaten Hilfsorganisationen in der Summe haben für ihre Zwecke der Breitenausbildung flächendeckende Ausbildungsstandards auf Basis langjähriger Erfahrungen und guter Ausbildungsstrukturen geschaffen. Diese kann sich der Bund als Teil seiner Maßnahmen zur Stärkung der Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung im Zivilschutzfall zunutze machen. Da die Hilfsorganisationen darüber hinaus auf vielen staatlichen Ebenen im Gefahrenabwehsystem eingebunden sind, hat der Bund ein erhebliches Interesse an ihrer Mitwirkung bei den Ausbildungsmaßnahmen zur Stärkung der Selbstschutzfähigkeit der Bevölkerung. Für die Erste Hilfe Ausbildung hält der Bund keine eigenen Einrichtungen vor.

Die Ausbildung in Erster Hilfe mit Selbstschutzinhalten soll die Selbst- und Fremdhilfefähigkeite der Bevölkerung fördern. Deshalb ist Ziel der Förderung, pro Jahr eine möglichst große Bandbreite der Bevölkerung durch jeweils wirksam an definierte Zielgruppen angepasste Module auszubilden. Diese Ausbildung soll dabei in Abstimmung mit den Zuwendungsempfängern eine hohe Flächendeckung erreichen, um unter anderem Ungleichgewicht zwischen Ballungszentren und ländlichen Gebieten zu verhindern. Zudem bewirkt die Vielzahl der Ansprachen unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen eine Durchdringung der Bevölkerung. Die Lehrgänge sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusätzlich über die herausragende Bedeutung und die Möglichkeiten eines ehrenamtlichen Engegements im Bereich des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes informieren, um so auch deren Engegementbereitschaft zu aktivieren.

Modul 1 - Sicherheit und Erste Hilfe für Kinder

Spielerisch erfahren Kinder ab 5 Jahren was sie in einem Notfall tun können und wie sie sich und andere schützen können. 

In erster Linie soll der Kurs in Kindertageseinrichtungen, sonstigen DRK-Einrichtungen (JRK) und Schulen durchgeführt werden; andere Lehrgangsorte sind möglich. Lehrkräfte sind Erzieherinnen und Erzieher in den Einrichtungen.

ZielgruppeKinder (über dem 5. Lebensjahr und bis einschließlich Abschluss der vierten Klasse Grundschule))
Dauer des Modulsmind. 2 Unterrichtseinheiten (à 45 Minuten)
Lernfelder
  • So reagiere ich grundsätzlich im Zivilschutz und Katastrophenfall
  • So leiste ich im Zivilschutz und Katastrophenfall eine erweiterte medizinische Erstversorgung über einen längeren Zeitraum.
Modul 2 - Vorbeugen und Reaktion im Zivilschutz und Katastrophenfall

Ziel dieses Moduls ist es, die Menschen in Deutschland so auszubilden, dass sie in der Lage sind, sich auf außergewöhnliche Notfallsituationen adäquat vorzubereiten und auch richtig reagieren zu können.

Inhalte: 

  • Persönliche Notfallvorsorge (Essen, Trinken, Hausapotheke etc.)
  • Richtiges Handeln bei außergewöhnlichen Notlagen
  • Das Hilfeleistungssystem in Deutschland
  • Erkennen eigener Stressoren 
ZielgruppenBevölkerung in Deutschland (beginnend ab der dritten Klasse)
Dauer des Moduls3 Unterrichtseinheiten (à 45 Minuten)
Lernfelder
  • Persönliche Notfallvorsorge für mich und mein Umfeld. So bereite ich mich auf den Zivilschutz und Katastrophenfall vor.
  • So reagiere ich grundsätzlich im Zivilschutz und Katastrophenfall
Modul 3 - Medizinische Erstversorgung im Zivilschutz und Katastrophenfall

Ziel dieses Moduls ist es, die Bevölkerung über die Erste-Hilfe-Ausbildung hinausgehend so auszubilden, dass diese in der Lage ist, erweiterte medizinische Erstmaßnahmen auch über einen längeren Zeitraum durchzuführen und professionelle Einsatzkräfte bei der Notfallversorgung zu unterstützen.

Inhalte:

  • Das Hilfeleistungssystem in Deutschland
  • Erste Hilfe in außergewöhnlichen Notlagen z.B. psychische Betreuung, improvisierte Ruhigstellung von Gelenkverletzungen, Wundversorgung
  • Unterstützung von Einsatzkräften in außergewöhnlichen Notlagen z.B. Umgang mit einer Krankentrage

Die Kurse richten sich insbesondere an Angehörige des JRK-Schulsanitätsdienstes, Schüler der Grund- und Sekundarstufe sowie in Förderzentren. 

ZielgruppenBevölkerung in Deutschland (beginnend ab der siebten Klasse)
Dauer des Moduls6 Unterrichtseinheiten (à 45 Minuten)
Lernfelder
  • So leiste ich im Zivilschutz und Katastrophenfall eine erweiterte medizinische Erstversorgung über einen längeren Zeitraum
  • So unterstütze ich professionelle Einsatzkräfte bei der Notfallversorgung (medizinisch)
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